Warum gibt es Krieg?

Warum gibt es Krieg?

Die Geschichte wiederholt sich!

Wenn die Börsenkurse fallen,
hegt sich Kummer bei fast allen,
abermanche blühen auf
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
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Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den siebrauchen – echt famos!
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Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wertfrisiert,
wird die Wirkung potenziert.
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Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
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Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken –
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut.
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Sollte man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
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Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
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Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in Amerika!
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Und wenn die Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
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Aber sollten sich die Massen
das nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird ein bisschen Krieg gemacht.

Richard Kerschofer

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